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LLeo.noras Blog

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UStG ...

Umsatzsteuergesetz ... oder kurz eben UStG gehört auch zu meinen Lieblingsthemen. Und das nicht nur beruflich.

Gesetze genauso wie alle anderen Rechtnormen, Verordnungen usw. sind im Grunde nichts anderes als ein Rezeptbuch.

Für mich sind diese Gesetzbücher ähnlich wie Koch- oder Backbücher. Einfach Anleitungen, wie  beispielsweise die Umsatzsteuer zu ermitteln und zu veranlagen ist.

Rezeptbücher sind nichts anderes: Anleitungen, wie ein bestimmtes Gericht herzurichten ist.

Lleo.nora

1 Kommentar 31.5.16 21:49, kommentieren

Verbotenes Gemüse

Verbotenes Gemüse?

Ja, in der Tat, so etwas gibt es hierzulande wirklich. Hätte ich nie gedacht. Tja, bis ich neulich in der ARD Mediathek diese Reportage eben über "Verbotenes Gemüse" gesehen habe.

Gemüse muss, damit es überhaupt in den Handel kommen darf, beim sogenannten Bundessortenamt geprüft, registriert und damit genehmigt sein. Das gilt für jede einzelne Sorte.
Jede nicht registrierte Sorte gilt damit als nicht legal und darf hierzulande weder gehandelt, noch anderweitig verbreitet werden.
Und dabei spielt die Frage, ob eine bestimmte Sorte gesund oder ungesund sein könnte überhaupt keine Rolle!

Grotesk. Ja, einfach grotesk.

So gibt es weltweit ungefähr 15-Tausend verschiedene Sorten Tomaten. Knapp eine Handvoll davon haben hierzulande das Platzet des Bundessortenamtes ...

Also, kein Wunder, dass die Vielfalt in den Gemüseabteilungen der Geschäfte arg beschränkt ist, insbesondere im Vergleich zu dem, was man in anderen Ländern bekommen kann.

Grotesk, nein, mehr als grotesk ... einfach absurd.

In vielen Regionen, ja in vielen Dörfen hatten früher die Leute eigene Gärten, zogen ihr eigenes Gemüse, pflegten ihr eigenes Saatgut ... Darunter sinnigerweise viele nicht-registrierte Sorten. Tja, und damit ... alles illegal. Außer, man hegt dieses familiäre Saatgut ausschließlich für den eigenen Bedarf, ohne es weitzugeben ...

Angeblich geht die diesem befremdlichen Umstand zugrunde liegende Gesetzgebung teilweise bis in die 30iger Jahre zurück. Geändert wird an dieser mehr als obsoleten Sachlage nichts. Der Grund ist natürlich ganz simpel. Heutzutage profitieren natürlich die großen Unternehmen der Saatgut-Hersteller davon. Denn, die haben natürlich das notwenidige Kleingeld, um sich die Registrierung durch das Bundessortenamt leisten zu können ...

Ein Schelm, wer sich dabei etwas Böses denkt?

Interessant auch, nach welchen Kriterien das Bundessortenamt prüft ... denn dabei geht es weder um die Frage, ob eine bestimmte Sorte gesund ist oder nicht, und es geht auch nicht um die Frage nach dem Geschmack ... Es geht fast ausschließlich um wirtschaftliche Kriterien, wie die äußere Form usw.

Die Folge ist ja nicht nur, dass kaum noch Vielfalt vorhanden ist und Gemüse zunehmend einheitlich, ja fast schon langweilig schmeckt. Nein, heutzutage sind die meisten Sorten auch nicht mehr saatgutfest. Bedeutet, aus den Pflanzen läßt sich kein Folge-Saatgut gewinnen. Dadurch sind Landwirte oder auch Hobby-Gärtner zunehmend von den Saatgut-Herstellern abhängig.

Das ganze nennt sich hierzulande dann auch noch freie Marktwirtschaft .... Hach ja, wie verlogen doch unsere Politikos sind, nicht wahr? Wie gut, daß es aber auch jene gibt, die stetig darum kämpfen, diese Klientel-Gesetzgebung abzuschaffen und die weiterhin diese vielen Sorten hegen und pflegen ...

Die Reportage ist in der ARD Mediathek noch eine zeitlang freigeschaltet, für all jene, die sich dafür interessieren sollten.

Lleo.noras

1 Kommentar 29.5.16 21:19, kommentieren